Tag der Jungen Briefmarkenfreunde
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   Meldung vom 25.08.2021:
HAMBURG: Bericht über die Zentralveranstaltung auf dem Hof Eggers

Im Früh­jahr reifte bei uns der Ent­schluss, sich auch in diesem Jahr am TdJB zu be­tei­ligen. Da das dies­jäh­rige Thema der Ju­gend­marken „his­to­ri­sche Trak­toren“ lau­tete, bot es sich an, die Ver­an­stal­tung auf einem Bau­ernhof durch­zu­führen. Mit dem Biohof Eg­gers wurde auch schnell ein ge­eig­neter Ort ge­funden. Da die Gruppe Simeon-​Hamm anbot, uns bei un­serem Vor­haben zu un­ter­stützen, wagten wir uns sogar daran, eine Zen­tral­ver­an­stal­tung mit einem Son­der­postamt und Son­der­stempel durch­zu­führen. Die Zu­sam­men­ar­beit mit dem „Team Er­lebnis: Brief­marken“ bei der Deut­schen Post klappte auch wie immer vor­züg­lich und schnell lag uns der Ent­wurf des Son­der­stem­pels vor. Un­sere Vor­freude auf die Ver­an­stal­tung war groß. Die Wer­be­trommel wurde fleißig ge­rührt, auch durch die gute Un­ter­stüt­zung der Fach­stelle Öf­fent­lich­keits­ar­beit bei der DPhJ.

Doch dann folgte die große Er­nüch­te­rung. Ende Juni wurde be­kannt, dass das Team Er­lebnis:
Brief­marken zum 1.7.21 auf­ge­löst wird. Was sollte das für Aus­wir­kungen auf un­sere Ver­an­stal­tung haben? Zu­erst gab es nie­manden, der uns wirk­lich wei­ter­helfen konnte. Doch dann gab es Ent­war­nung. Es gibt einen neuen An­sprech­partner. Dieser be­stä­tigte uns, dass die Post mit einem (ex­ternen) Event­team vor Ort sein würde und auch den Son­der­stempel mit­bringt. Nur den Ver­kauf der Brief­marken müssten wir selbst or­ga­ni­sieren. Diese können wir be­stellen und die nicht ver­kauften Marken an die Post zu­rück­geben. Hierfür würden wir ein Be­stell­for­mular er­halten. Auf dieses For­mular war­teten wir aber ver­ge­bens. Un­ge­fähr 2 Wo­chen vor un­serer Ver­an­stal­tung wurden wir (auf Nach­frage) ge­beten, eine Liste zu er­stellen, welche Marken man uns zu­schi­cken soll. Diese würden uns per Ex­press zu­ge­stellt. Dies er­le­digten wir um­ge­hend und wieder be­gann das große Warten. Als am Mitt­woch vor der Ver­an­stal­tung die Marken noch nicht ein­ge­troffen waren, der erste Anruf: „Wo bleiben die Marken?“ Don­nerstag er­neut! Immer die gleiche Ant­wort: „Die Marke sollten per Ex­press an sie gehen, ich frage bei der Ver­ant­wort­li­chen nach“. Freitag 06.08.21, Anruf von der Deut­schen Post: „Die Marken werden ihnen morgen bis 12 Uhr zu­ge­stellt, das ist der Termin den man uns ge­nannt hat.“. Nach län­gerem Pa­laver konnte er­reicht werden, dass man ver­su­chen wird die Marken am 7.8.21 zwi­schen 7 und 10 Uhr am Ver­an­stal­tungsort zu­zu­stellen. Das be­deu­tete aber, dass wir schon lange vor Be­ginn vor Ort sein mussten.

Nach ei­nigen wei­teren Te­le­fo­naten brachte uns dann am Frei­tag­nach­mittag, der bei der Post Zu­stän­dige, von einer an­deren Ver­an­stal­tung, einen Teil der von uns be­stellten Marken (zu­sätz­lich) vorbei. Damit war si­cher­ge­stellt, dass zu Ver­an­stal­tungs­be­ginn Brief­marken vor­rätig waren und wir konnten auch die Vor­be­stel­lungen fertig ma­chen.

Am Sams­tag­morgen hieß es dann früh auf­stehen, die Express-​Sendung der Post sollte ja kommen (traf dann aber erst gegen 11.30 Uhr ein). Und immer wieder der bange Bick in den Himmel. Die Wet­ter­vor­her­sage hatte teils kräf­tige Re­gen­schauer pro­phe­zeit. So musste ein wenig im­pro­vi­siert werden. Ei­gent­lich sollte alles im Freien statt­finden. Nun mussten für ei­nige Ak­ti­vi­täten Mög­lich­keiten im In­neren ge­sucht werden. Aber auch das ge­lang und die Be­su­cher konnten kommen.

Da auch in der ört­li­chen Presse aus­führ­lich be­richtet worden war, kamen nicht nur die üb­li­chen Hof­be­su­cher und -kunden son­dern auch et­liche Phi­la­te­listen und An­wohner, die sich mit Be­legen, Son­der­stem­peln und Brief­marken ein­deckten. Die Post hatte neben dem Son­der­stempel auch einen Stand auf­ge­baut, auf dem sie in­for­mierte und für die Kleinsten eine Mal­sta­tion be­reit­hielt. Unser Lan­des­ring war mit seinem Zelt und reich­lich In­for­ma­ti­ons­ma­te­rial, Spielatt­rak­tionen wie „Hand-​Puck“, „Riesen-​Vier-​Gewinnt“ dem be­rühmten Glücksrad und einer Brief­mar­ken­wühl­kiste, ver­treten. In einer Scheune zeigten wir Samm­lungen zum Thema Land­wirt­schaft. Be­treut wurde der Stand von den Mit­glie­dern der Gruppe Simeon-​Hamm. Hierfür an dieser Stelle noch einmal un­seren „herz­li­chen Dank“!

So lange es tro­cken war, kamen zahl­reiche junge Fa­mi­lien mit ihrem noch sehr jungen Nach­wuchs vorbei. Es gab Schweine, Schafe und Hühner zu be­wun­dern, sowie einen Storch und die Hof­katze. Dann kamen auch noch Trecker-​Oldtimer zum Be­wun­dern an­ge­tu­ckert: Ein Lanz-​Bulldog sowie ein Magirus-​Trecker. Auf einem neueren Mo­dell mit an­ge­hängtem An­hänger konnten Kinder mit dem Bauern eine große Hof­runde drehen. Un­sere ei­gent­liche Ziel­gruppe (Schul­kinder) war aber schon sehr rar.

Es hat sich ge­zeigt, dass das Thema Trak­toren und Ar­beits­ge­räte viele Sammler in­ter­es­siert. So gingen et­liche Be­stel­lungen für die Be­lege ein. Ein Sammler kam sogar extra aus Halle in West­falen an­ge­reist. Leider hatte er sich im Datum vertan und kam am Sonntag. Wir hatten aber noch einen Beleg für ihn und konnten ihm auch mit dem Hin­weis, dass er den Stempel noch bei der Stem­pel­stelle be­kommen kann, wei­ter­helfen.

Fazit: Eine schöne Ver­an­stal­tung. Nur das ganze Theater, dass sich durch die Auf­lö­sung des Teams „Er­lebnis: Brief­marken“ ergab war ex­trem be­las­tend. Einer Ju­gend­gruppe ist der zu­sätz­liche Auf­wand, der sich durch den Ver­kauf (und die damit zu­sam­men­hän­gende Or­ga­ni­sa­tion) der Brief­marken er­gibt, nicht zu­mutbar. Da kann man nur auf die Zu­kunft hoffen. Dem Ver­nehmen nach soll im kom­menden Jahr der Ver­kauf auch durch das Event-​Team er­folgen. Mehr­fach standen wir kurz davor die Ver­an­stal­tung in dieser Form ab­zu­sagen.

Werner Heit­mann
Junge Brief­marken­freunde Gruppe Ber­ge­dorf